How to: Firmwareupdate von NVMe’s oder SSDs mit PowerShell | Hyper-V Server Blog

How to: Firmwareupdate von NVMe’s oder SSDs mit PowerShell

​Heute möchte ich euch ​zeigen, wie ihr bei eurem Storage Spaces Direct Cluster mit der PowerShell, ​die Firmware eurer NVMe's und SSDs aktualisieren könnt.

​In meinem Beispiel handelt es sich um ein ​3 Node Azure Stack HCI Cluster von HPE auf Basis Windows Server 2019  mit ​je ​24 SSDs vom Type MO001600JWTBT pro Server.

Überprüfen der aktuellen Firmware

​Zuerst überprüfen wir, welche Firmware ist aktuell installiert und unterstützen unsere NVMe's oder SSDs ​das aktualisieren per PowerShell. ​​Einen Überblick über alle Festplatten erhalten wir mit folgenden PowerShell Befehl.

 Get-PhysicalDisk  | Get-StorageFirmwareInformation

steht  "SupportsUpdate" auf "True" können wir grundsätzlich die Firmware der SSDs per PowerShell aktualisieren.

Download der Firmware Datei beim Hersteller

​​Zum Einsatz kommen nur vom Hersteller supportete Firmwareversionen. In meinem Beispiel ​war dies die Firmwareversion "HPD7" die unter folgendem Link heruntergeladen werden kann.

​​Die heruntergeladene .EXE Datei entpacken. ​In ​meinem Beispiel handelt es sich bei der  "TAPM5ALLHPD/.rel" um die Image Datei für das Firmwarupdate. Wenn ihr nicht schon auf dem Server seid, müsst ihr diese in ein Verzeichnis auf dem Server kopieren.

S2DNode und Festplatten in den Maintanence Mode setzen

​Der S2D Node muss vor der Firmwareaktualisierung  "Angehalten" und die Rollen verschoben werden. Im Anschluss müssen die Festplatten des ​S2D Nodes in den "Maintanence Mode" gesetzt werden. Dies könnt ihr über folgende PowerShell Befehle ​erreichen.

# Node anhalten und Rollen verschieben
$Node = <NodeName>
Suspend-ClusterNode -Name $Node -Drain -Wait -Verbose

# Festplatten des Hosts werden in den Maintenance Mode gesetzt
$S2DStorage=Get-StorageFaultDomain -type StorageScaleUnit | Where-Object {$_.FriendlyName -eq $Node}
Enable-StorageMaintenanceMode -InputObject $S2DStorage

Firmwareupdate Installieren

​​​Das Firmwareupdate ​muss lokal auf dem jeweiligen Server ausführt werden. ​Überprüft bitte vor dem Firmwareupate, ob die Festplatten tatsächlich im Maintanence Mode sind. Das könnt ihr z.B. mit folgenden PowerShell Befehl machen.

Get-PhysicalDisk -PhysicallyConnected -StorageNode(Get-StorageNode -Name "$Node*")[1] ​| ft DeviceId, FriendlyName,SerialNumber, Firmwareversion, MediaType,OperationalStatus

​Jetzt kann die neue Firmwareversion ​installiert werden.

$Disks = Get-PhysicalDisk | ? Operationalstatus -eq 'In Maintenance Mode'

foreach($Disk in $Disks) {
    $Disk | Update-StorageFirmware -ImagePath 'C:\install\Firmware für SSD MO001600JWTBT\cp040482\TAPM5ALLHPD7.rel' -SlotNumber 0 -Verbose
}

​Danach muss der ​S2DNode neu gestartet werden. ​​​Nach dem Neustart die Firmwareversion der SSDs kontrollieren, die Festplatten und den ​S2DNode aus dem Maintanence Mode nehmen.

S2DNode und Festplatten ​aus dem Maintanence Mode ​nehmen

# Festplatten des Hosts werden ​aus den Maintenance Mode ​genommen

$Node = <NodeName>
$S2DStorage=Get-StorageFaultDomain -type StorageScaleUnit | Where-Object {$_.FriendlyName -eq $Node}
Disable-StorageMaintenanceMode -InputObject $S2DStorage

# Festplatten kontrollieren
Get-PhysicalDisk

​# Clusterknoten "Fortsetzen und Rollen zurückholen
Resume-ClusterNode -Name $S2DNode -Failback Immediate -Verbose


​Denk bitte daran, dass ihr den Abschluss der Storagejobs abwartet, bis ihr mit den nächsten Knoten forffahrt. Mit

Get-StorageJob

könnt ihr die Storagejobs überwachen.

So, das war es schon.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass ihr solche ​Aktionen nach Möglichkeit nie erstmals an einen Produktivsystem testen solltet. Außerdem ist mit großer Sorgfalt darauf zu achten, dass ihr die richtige Firmwaredatei installiert. Solltet ihr in eurem System NVMe's und SSDs haben, so kann es sein, dass ihr die hier gezeigten PowerShell Befehle anpassen müsst. Ich wünsche euch ganz viel Erfolg dabei und verbleibe bis zum nächsten Mal 

Eure Petra

Petra Lipp
 

Petra Lipp ist ausgebildete Datenverarbeitungskauffrau mit 20 jähriger Berufserfahrung. Seit Februar 2015 verstärkt sie das Team der Rachfahl IT-Solutions GmbH & Co KG. Petra Lipp ist MCSE Private Cloud, MCSA Windows Server 2012 und 2008, MCITP Virtualization Administrator on Windows Server 2008 R2, MCITP Enterprise Administrator on Windows Server 2008, VEEAM Certified Engineer (VMCE)

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