Empfehlung: Unser Hyper-V Schulungs-System - Hyper-V Server Blog

Empfehlung: Unser Hyper-V Schulungs-System

Wie an der ein oder anderen Stelle schon angemerkt brauchten wir für unseren geplanten Hyper-V Powerkurs ein System, mit dem wir verschiedene Szenarien und Simulationen durchspielen können. Die Anforderungen an das System waren die folgenden:

  • Leise, da Einsatz mehrerer Maschinen in einem Schulungsraum
  • Der Einsatz von Hyper-V muss möglich sein (d.h. Hardwareunterstützte Virtualisierung)
  • Möglichst performante Festplatten

Nach einiger Recherche und Suche von Hardware begann die Diskussion der verschiedenen Möglichkeiten. Wir haben die unterschiedlichen Arten von Festplatten durchgespielt, die Vor- und Nachteile abgewägt und natürlich auch die Kosten nicht außer Acht gelassen. Herausgekommen ist ein extrem leises, sehr performantes System, welches ich hier gerne näher beschreiben möchte.

Als erstes eine Liste der verbauten Komponenten inkl. der aktuellen Preise:

Artikel Einzelpreis (netto) Gesamtpreis (netto)
Intel Core i5 2400S 147,34 € 147,34 €
Arctic Fusion 550 Watt Netzteil 46,96 € 46,96 €
LG 22x8x16x DVD-RW-Laufwerk 15,05 € 15,05 €
Asus P8B WS Mainboard 144,58 € 144,58 €
Intel E1G44HTBLK Quad Port Ethernet Adapter 183,06 € 183,06 €
Thermalright CPU-Kühler Macho 35,72 € 35,72 €
Sandberg Hard Disk Mounting Kit 5,83 € 5,83 €
2x Intel 510 120GB SSD 216,35 € 432,70 €
Artic Silentium T11-B Gehäuse 32,44 € 32,44 €
4x Kingston 4GB DDR3 1333MHz ECC DIMM 28,06 € 112,24 €

 

Die einzelnen Produkte sehen wie folgt aus:

S1070002

Zusammengebaut sieht der PC wie folgt aus:

S1070007

 

Der PC ist äußerst leise. In einem leeren Schulungsraum ohne eine andere Lärmquelle und mit geschlossenem Fenster nimmt man das Gerät nicht wahr. Die Lüfter laufen auf ca. 450 Umdrehungen pro Minute (Gehäuse) und knapp 600 Umdrehungen pro Minute (CPU). Die CPU-Temperatur bewegt sich im Idle-Betrieb bei ca. 28°, unter Volllast geht die Temperatur auf (bisher) maximal 33° hoch. Ein Betrieb ohne CPU-Lüfter funktioniert auch, der riesige Kühlkörper leitet die Wärme schnell genug ab bzw. der Luftzug im Gehäuse reicht für die Kühlung aus.

Das Mainboard hat zwei SATA3-Schnittstellen, hier sind die beiden SSDs angeschlossen. Weiterhin hat das System neben den acht USB2.0-Schnittstellen zwei USB3.0-Schnittstellen, um mehr als 240 MBit/s hinzubekommen.

Ein weiterer Vorteil der CPU und dem Mainboard ist, dass keine eigene Grafikkarte benötigt wird. Das Mainboard hat einen DVI-Ausgang und mit der integrierten GPU kann man das System ohne eigene Grafikkarte nutzen. Der Einbau einer Grafikkarte ist natürlich problemlos möglich, z.B. wenn man mehrere Monitore nutzen möchte oder RemoteFX testen möchte.

Das System hat zwei Intel 1GBit-Ethernet-Ports auf dem Mainboard, zusätzlich ist noch eine Intel Quad-Port-Karte verbaut. Diese wird bei Hyper-V Schulungen benötigt, wenn Cluster eingerichtet werden sollen. Die Karte ist iSCSI-optimiert und ermöglicht so eine performante iSCSI-Verbindung zu unserer NetApp.

 

Wir sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden, die PCs sind dank aktueller CPU und einem SSD-Raid0 in der Lage, problemlos 10 Maschinen gleichzeitig auszuführen. Das System läuft stabil, nahezu lautlos und hat im Normalbetrieb eine Leistungsaufnahme von knapp 50 Watt.

Bei Fragen zu der Konfiguration oder den einzelnen Produkten stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung, einfach eine Email an hyper-v@rachfahl.de schicken, alternativ können Sie uns auch gerne versuchen telefonisch zu erreichen. Eine Aussage zur Performance der SSDs ist hier übrigens bewusst nicht vorhanden, auf Grund der enormen Leistung haben wir entschlossen, dazu einen eigenen Beitrag zu schreiben inkl. Vergleich zu anderen Festplatten.

Jan Kappen
 

Jan Kappen ist ausgebildeter Fachinformatiker in der Richtung Systemintegration. Er hat seine Ausbildung im Sommer 2008 abgeschlossen und arbeitete bis August 2018 bei der Rachfahl IT-Solutions GmbH & Co. KG. Seit September 2018 arbeitet er als Senior Netzwerk- und Systemadministrator bei einem großen mittelständischen Unternehmen im schönen Sauerland. Jan Kappen ist unter anderen MCITP Server Administrator, Enterprise Administrator und Enterprise Messaging Administrator 2010 sowie MCTS für System Center Virtual Machine Manager 2008, Windows Server 2008 Active Directory, Windows Server Virtualization und Windows Server 2008 Network Infrastructure. Seit 2015 wird Jan Kappen im Bereich "File System Storage" bzw. "Cloud & Datacenter Management" für seine Expertise und seine Community-Arbeit mit dem MVP Award von Microsoft ausgezeichnet.

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